Zahngesunde Ernährung

Warum müssen wir uns eigentlich mit Zahnbürsten, Fluoriden, und dem ganzen Kram täglich herumschlagen? Die Neandertaler sind doch auch ohne Elmex-Gelee kariesfrei geblieben! Warum? Na klar, die haben sich eben zahngesund ernährt…. Doch was heißt eigentlich zahngesunde Ernährung?

Zahn- bzw. mundgesund kann eine Ernährungsweise dann genannt werden, wenn sie

  • wenig und vor allem selten zu bakterieller Säurebildung (durch Zucker) führt.
  • nicht zu viele Nahrungssäuren enthält, die Zahnsubstanz wegätzen.
  • kauaktiv ist und somit eine korrekte Kieferentwicklung gewährleistet.
  • nicht krebserregende Nahrungs- und Genussmittel, allen voran hochprozentiger Alkohol und Tabak, enthält.

Nachweislich führen folgende Nahrungskomponenten und Ernährungsverhalten zu einem erhöhtem Kariesrisiko:

  • Die Kariogenität von Zucker wird nicht durch die Menge, sondern durch die Häufigkeit der Aufnahme und die Verweildauer bzw. Klebrigkeit bestimmt). Mehr als drei süße Zwischenmahlzeiten (Snacks) pro Tag sind gefährlich.
  • Zucker aus Früchten  – egal ob getrocknet oder frisch – und ebenso aus (gekochten) Stärkeprodukten sind entgegen verbreiteter Meinung keineswegs weniger kariogen als isolierter Zucker.
  • Unkontrollierte Benutzung von Saugflaschen ist unabhängig vom Inhalt gefährlich, da die Nachhärtung der Zahnoberflächen durch Kalk aus dem Speichel durch die ständige Speichelverdünnung verhindert wird.
  • Obstsäfte enthalten Zucker und Säure! Sie sind – auch verdünnt – nach dem Verbot von gezuckerten Tees zur häufigsten Ursache von frühkindlicher Karies geworden.

Praktische Tipps:

  • „Schnuller statt Flasche!“
  • „Becher statt Flasche“
  • „Wasser statt Saft“
  • wenn Säfte, dann mit Mineralzusätzen („+Calcium“)
  • „Käsebrote als Pausensnack“ (Käse ist eines der wenigen basischen Nahrungsmittel, kann also Säuren neutralisieren.)
  • Xylit – Kaugummis als „Zahnpflege für zwischendurch“

Konzept des gelenkten Naschens:
Es ist zwecklos, Süßigkeiten völlig zu verbieten. Einmal am Tag „Süßes satt“ ist aber besser als häufiges „Naschen“ über den ganzen Tag. Vorschlag: Freiwillig (!) tun alle Familienmitglieder ihre Naschsachen in eine gemeinsame Schublade. Hieraus können sie sich nach dem Mittagessen als Nachtisch nehmen, soviel sie wollen. Dafür wird sonst nicht genascht.

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